Category Archives: Prosa

Weiß

Ich gehe bedächtig durch den Schnee, den Blick auf meine Füße gerichtet. Jeder Schritt ein leises Knirschen im Rhythmus meiner Bewegungen, ihr Klang verliert sich in der Weite. Kein Widerhall ertönt aus der Ferne, der Ton wird verschluckt von dem wirbelnden Weiß um mich herum. Nebel und Schnee verdichten sich zu einer einheitlichen Masse, die Nähe und Distanz bedeutungslos werden lässt, es gibt keine Perspektive, keine Weite, nur Weiß. Allein der Boden unter meinen Füßen gibt mir ein Gefühl von oben und unten, doch auch er entschwindet hinter dem Radius meiner Sinne und zerfließt in Raum, es gibt keinen Horizont, keinen Himmel, nur Weiß. Continue reading

Schwarz

Ich öffne meine Augen und blicke hinaus in die vollkommene Dunkelheit, die mich umgibt. Etwas hat meinen Schlaf gestört. Was genau es war, das vermag ich nicht zu sagen. Irgendetwas dort draußen ruft nach mir, zieht mich zu sich.

Ich sinke nieder und versuche, wieder einzuschlafen. Ich sehne mich nach der Stille, der Betäubung des Schlafes, will hinab sinken in die Bewusstlosigkeit und dort für immer bleiben. Rastlos wälze ich mich hin und her, bereit die Dunkelheit in meinen Kopf einzulassen damit sie alle Gedanken verdrängt und mein ganzes Bewusstsein ausfüllt, doch es gelingt mir nicht. Continue reading

I am Sam

That weird place in between dream and the waking world seemed, just for a brief moment, more real than either of both. I tried to hold on to the image which sleep had left imprinted on my mind, kept my eyes shut and stared at the now blank inside of my eyelid. Something had been there, a faint impression like the rough sketch of a familiar face. Who was it? A realization crawled out of the depths of my memory, I could already sense it within reach. But it kept evading my grasp. Eventually I gave up, dismissed the thought and pulled myself up. Continue reading